Cantnitz wehrt sich gegen den Bau einer Legehennenanlage.


Die Feldberger Seenlandschaft ist für ihre unberührte Natur und klaren Seen berühmt. Hier, zwischen Cantnitz und Möllenbeck, soll nun eine 16 Hektar große Legehennenanlage mit 40.000 Hühnern entstehen. Das möchten wir als Anwohner mit der Bürgerinitiative Cantnitz verhindern – denn die negativen Folgen für die betroffene Region wären immens:

Die Lebensqualität der Anwohner wird durch Geruchs- Staub und Lärmbelästigung eingeschränkt. Zudem drohen Gesundheitsgefahren: Jegliche Ansammlung zu vieler Tiere auf zu wenig Raum führt zu einer Problemkeimbelastung. Durch den üblichen Antibiotikaeinsatz entstehen multiresistente Keime, die für Menschen höchst gefährlich sind. Bioaerosole belasten die Umwelt und fördern Allergien. Seuchenausbrüche (z.B. Vogelgrippe, Geflügelpest) kommen in solchen Anlagen immer wieder vor und führen zu wochen- oder monatelanger Einstallpflicht der Tiere. Das betrifft dann auch die private Geflügelhaltung in der gesamten Region.
Boden und Grundwasser werden durch die großen Mengen an Hühnerkot verunreinigt; das ist umso problematischer, als 2020 bereits 90 % des Grundwasserkörpers in MV ein schlechter Zustand attestiert wurde.
Mit etwa 4.000.000 Litern pro Jahr hat eine solche Anlage einen erheblichen Wasserverbrauch (diese Menge entspricht etwa dem Jahresverbrauch der Hälfte der Einwohner von Cantnitz!); das könnte sich auf den lokalen Grundwasserspiegel auswirken, insbesondere dann, wenn ein eigener Brunnen dafür genutzt werden sollte. Bereits jetzt sinken die Wasser- und Grundwasserstände aufgrund der zunehmenden Trockenheit stetig.
In der Folge ist eine Gefährdung der Vielfalt von Flora und Fauna am Rande des Naturparks Feldberger Seenlandschaft zu erwarten. Rund um Cantnitz leben z.B. mindestens 82 verschiedene Vogelarten sowie andere streng geschützte Tierarten!
Weiterhin fürchten wir, dass die Region für den sanften Tourismus an Attraktivität verliert, was viele Existenzen bedrohen würde. Außerdem verlieren die umliegenden Grundstücke an Wert.
Und nicht zuletzt muss betont werden: Massentierhaltung ist nicht mehr zeitgemäß und mit dem Tierwohl nicht vereinbar – unabhängig davon, dass der Landwirt eine Freiland-Legehennenanlage plant; es leben zu viele Tiere auf vergleichsweise kleinem Raum, zudem werden offene Freiflächen von den Hühnern aus Angst vor Greifvögel oft gar nicht genutzt. Im Stall steht 9 Hühnern gerade ein Quadratmeter zur Verfügung!

Ein nachhaltiges, umweltverträgliches Zukunftsmodell der Nutztierhaltung sieht anders aus. Daher hoffen wir auf zahlreiche Unterstützung: Bitte helft mit eurer Unterschrift, den Bau einer Legehennenanlage in unserer schönen Landschaft zu verhindern!

Hier kannst Du die Unterschriftenliste herunterladen und ausdrucken.